Ethik

Ziele des Ethikunterrichts:

  • in einer Welt voller Veränderungen Orientierungshilfen für ein selbstbestimmtes Leben geben,
  • in kritischer Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen zu verantwortungsbewussten Handeln motivieren
  • Urteils- und Entscheidungsfähigkeit fördern
  • Beitrag zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit
  • Fachkompetenzen entwickeln:
    1. Phänomenologische KompetenzVon ihren Alltagserfahrungen ausgehend sollen die Schüler ihre Wahrnehmungen, Erfahrungen und Beobachtungen datailliert beschreiben und reflektieren. In der Qualifikationsphase sind die Schüler in der Lage, ethisch relevante Phänomene wahrzuhmen und implizite philosophische Fragestellungen zu artikulieren. 

    2. Hermeneutische Kompetenz

    Die Schüler können zu einem bestimmten Sachverhalt ihr Vorverständnis artikulieren, den Inhalt einer Sachdarstellung klar und prägnant formulieren, Deutungshypothesen begründet aufstellen und den Gedankengang philosophischer Texte sowie deren Argumentationsverlauf darstellen. In der Qualifikationsphase sollten die Schüler Texte der philosophischen Tradition erschließen und als Deutungsangebote für ethische Fragestellungen interpretieren.

    3. Analytische Kompetenz

    Die Schüler können die für ethische Problemstellungen zentralen Begriffe und Argumente erkennen, klären und die Tragfähigkeit (u.a. Stimmigkeit, Folgerichtigkeit) ethischer Urteile prüfen.

    4. Dialektische Kompetenz

    Die Schüler gewinnen im Austausch von Argumenten und Gegenargumenten Einsichten, indem sie eigene Ansichten entwickeln und diese möglichen Gegenpositionen gegenüberstellen und vergleichen. Die Schüler vergleichen Argumente und hinterfragen ethische Urteile hinsichtlich ihrer Prämissen und Konsequenzen. Sie spitzen Entscheidungsfragen zu, wägen Entscheidungsgründe ab und setzen sich mit der Begrenztheit des eigenen Standpunktes auseinander.

    5. Spekulative Kompetenz

    Die Schüler entwickeln zu einer philosophischen Theorie kreativ weiterführende Gedanken und könne diese anschaulich darstellen. Sie nehmen andere oder neue Blickwinkel zu einem Sachverhalt ein und reflektieren dies. In der Qualifikationsphase können die Schüler philosophisch-ethische Theorien in ihren Prämissen und Konsequenzen durch Gedankenexperimente und Handlungsentwürfe illustrieren und weiterführen.

    Auf der Suche nach dem moralisch guten und gerechten Handeln gibt es keine letzten Antworten, sondern Vielfalt von Werten, Normen, Vorstellungen. Ethikunterricht will Vielfalt darstellen, vergleichen, gegeneinander abwägen und ein begründetes und gewissenhaft fundiertes Urteil fällen – auch unter Einbeziehung christlicher Gesichtspunkte.

Es gibt keine Beliebigkeit von Werten. Menschenwürde, Freiheit, Toleranz, Achtung sind verbindliche Orientierungen.

Inhalte des EU:

In den einzelnen Schuljahren sind folgende Kompetenz- und Inhaltsschwerpunkte auf der Basis unterschiedlicher Themen und Niveaustufen zu realisieren (siehe FLP!):

  • Ethik und Menschenbild
  • Freiheit und Abhängigkeit
  • Wahrheit und Erkenntnis
  • Moralphilosophie
  • Recht und Gerechtigkeit
  • Angewandte Ethik
  • Glück und Lebenssinn
  • Religion und Weltanschauung

Methodenvielfalt kennzeichnet den Ethikunterricht.

  • Rollenspiel
  • Mindmapping
  • Bild betrachten und deuten
  • Begriffe verstehen/abgrenzen
  • Umfragen auswerten
  • Stellung beziehen
  • Bildbetrachtung
  • Gruppenarbeit
  • Stationslernen
  • Gedankenexperiment
  • Argumentieren
  • Stellungnehmen
  • Brainstorming, Cluster
  • Stellung beziehen
  • Moralisches Urteilen
  • Pro-/ Kontra- Diskussion
  • Portfolioarbeit
  • Freies Reden
  • Philosophieren mit Bildern
  • Methode Zukunftswerkstatt
  • Erörtern
  • Gruppenpuzzle
  • Streitgespräch, Diskussion
  • Verfassen von Essays
  • Literarische, religiöse, philosophische, mythische Texte verstehen, deuten…

Festlegung der Fachschaft Ethik zur Bewertung und Zensierung im Ethikunterricht

Die Bewertung und Zensierung erfolgt gemäß dem entsprechenden Erlass vom August 2012 und den Aussagen der Rahmenrichtlinie von 2007.

Die Anzahl der Klassenarbeiten und Klausuren, der Zeitumfang und ihre Gewichtung regeln der Bewertungserlass und der Beschluss der Gesamtkonferenz der Schule.

Kl. 5Kl. 6Kl. 7Kl. 8Kl. 9Kl. 10Kl. 11Kl. 12
eine KA im Schuljahr eine KA im Schuljahr und eine
Projektarbeit
eine KA im Schuljahr und eine
Projektarbeit
eine KA im Schuljahr und eine
Projektarbeit
eine KA im Schuljahr und eine
Projektarbeit
1/11/11/1
45 min45 min45 min45 min60 min je 90 minje 90 minje 90 min
30%30%30%30%30%30%40%40%

In die Notenhefte bzw. Kurshefte wird die Klassenarbeits- oder Klausurnote eingetragen. Diesen stehen Noten aus der unterrichtsbegleitenden Bewertung gegenüber. In dem Schulhalbjahr ohne Klassenarbeit bearbeiten die Lernenden ein Projekt, dessen Wertung ebenfalls mit 30% in die unterrichtsbegleitende Bewertung eingeht. Weiterhin gibt es mindestens 2 Bewertungen der qualitativen Unterrichtsarbeit pro Semester bzw. Halbjahr. Die Noten der unterrichtsbegleitenden Bewertungen setzen sich zusammen aus der qualitativen Beteiligung am Unterricht, schriftlichen und mündlichen Lernerfolgskontrollen, Referaten, Dokumentationen, Collagen, Plakaten, Pro-/ Kontra- Diskussionen u. a.

In Abhängigkeit vom Entwicklungsstand und von der Unterrichtseinheit sollen in den Lernerfolgskontrollen auch alle drei AFB Berücksichtigung finden. Es sind inhaltsbezogenen und methodische Fähigkeiten und Kenntnissen zu überprüfen.

Aspekte der Bewertung:

  • Kontinuität und Qualität der Beiträge
  • Fähigkeit, sich in andere Sichtweisen bzw. Erlebniswelten hineinzuversetzen, diese differenziert und intensiv widerzuspiegeln
  • Fähigkeit zur diskursiven Auseinandersetzung in verschiedenen Sozialformen, einschließlich Anderen zuhören und auf deren Beiträge sachorientiert und taktvoll eingehen
  • kritische und methodenbewusste Auseinandersetzung mit ethischen Problemen
  • Dichte und Komplexität der Aussagen
  • Mitbestimmung und Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von Unterricht und Projekten
  • Sprachliche Qualität der Aussagen unter Einbeziehung der Fachsprache
  • Oberstufe:
    • Kompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten
    • selbständiges Problemlösen
    • methodologische Reflexionsfähigkeit

Die Gesamtbeurteilung soll Sachkompetenz, instrumentelle Fähigkeiten, Problembewusstsein, Argumentationsfähigkeit und die Bereitschaft zur Gestaltung des Unterrichts berücksichtigen.

Splitter aus der Arbeit im Ethikunterricht

Methodenvielfalt ist ein Merkmal des Ethikunterrichts. Hier einige Beispiele aus der Unterrichtsarbeit:

Gedichte finden Sie hier zum Ansehen und Download.

Immer wieder werden Schülerinnen und Schüler tätig, um die Ziele der UNESCO zu verwirklichen. So im Umweltschutz, indem sie sich für den Erhalt der Bäume in ihrer Umgebung engagieren und Geld durch Papiersammelaktionen oder Verkauf von Gestecken, Kuchen u. a. für die Neuanpflanzung erarbeiten. Zwei Esskastanien und eine Säuleneiche auf dem Schulgelände produzieren Sauerstoff.