Eine starke Verbesserung der
„normalen“ monoalphabetischen Chiffrierung liegt in dem Einsatz von Homophonen.
Dabei wird jeder Buchstabe so durch mehrere Zeichen ersetzt, dass die Zahl der
Stellvertreter möglichst exakt im Verhältnis zur Häufigkeit des
statistischen Auftretens des Buchstabens steht. Nehmen wir als Stellvertreter
die Zahlen von 0 bis 99. Diese 100 Zahlen vereinfachen die Überlegungen,
wenn wir von prozentualen Anteilen der Buchstabenhäufigkeiten sprechen.
In deutschen Texten macht der Buchstabe i beispielsweise ca.8% aller Buchstaben
aus, also weisen wir dem i acht zufällig gewählte Zahlen von 0 bis
99 zu. Dem c hingegen mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit des Auftretens
von 2% werden nur zwei Zahlen zugeordnet. Im Bild sehen sie ein Beispiel für
die homophone Verschlüsselung.
Beispiel für eine homophone Verschlüsselung
Der Name stammt aus dem Griechischen
von
homos – gleich und
phone – Klang. Verschlüsseln wir eine
Nachricht nach obigem System, würde jede Zahl ungefähr mit der gleichen
Häufigkeit von ca. 1% vorkommen. Doch die scheinbare Sicherheit trügt.
Eine Spur, die man als findiger Kryptologe verfolgen kann, ist die „Persönlichkeit“
der einzelnen Buchstaben. So wird im Deutschen das q lediglich von dem u gefolgt.
Das q wird lediglich von einer Zahl, das u von 4 Zahlen dargestellt. Finden
wir nun in unserem Geheimtext Sequenzen, in dem einer Zahl immer nur 4 bestimmte
Zahlen folgen, so liegt der Schluss nahe, dass es sich hierbei um die Zeichenfolge
qu handelt.
Programm:
homophone.html