Kryptoanalyse

Sinn und Zweck der Kryptographie ist es, den Klartext, den Schlüssel oder beides vor Angreifern zu verbergen. Aufgabe der Kryptoanalyse ist die Widerherstellung des Klartextes ohne Zugriff auf den Schlüssel. Sie ist dann erfolgreich, wenn der Klartext oder der Schlüssel ermittelt werden kann. Die Kryptoanalyse wird natürlich auch angewendet, um eigene Sicherheitslücken zu ermitteln und eigene kryptographische Verfahren zu testen.
Eine versuchte Kryptoanalyse von Dritten heißt Angriff. Eine grundlegende Regel der Kryptoanalyse (nach ihrem Erfinder Kerckhoffs Maxime genannt) darf die Sicherheit eines Verschlüsselungsverfahrens nur von der Geheimhaltung des Schlüssels abhängen. Kerckhoff geht davon aus, dass dem Angreifer alle Einzelheiten des verwendeten kryptographischen Verfahrens bekannt sind. Das macht Sinn, denn wenn man einen Algorithmus selbst mit Kenntnis seiner Arbeitsweise nicht brechen kann, dann ohne sicherlich auch nicht. Grundsätzlich lassen sich vier Arten von kryptoanalytischen Angriffen unterscheiden:

Die erste Variante ist noch einsichtig, bei den anderen drei Verfahren gibt es vielleicht kritische Stimmen, die sagen: „Gibt’s denn das überhaupt?“ Doch aus der Geschichte sind verschiedene erfolgreiche known-plaintext- und auch chosen-plaintext- Angriffe bekannt, die z.B. mitentscheidend für den Verlauf des Zweiten Weltkrieges waren.

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