Serienkommissar ist Pate für Projekte gegen Fremdemhass und Gewalt

Das Gymnasium "Am Thie" darf sich seit gestern offiziell "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" nennen. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann überreichte im Rahmen eines Festaktes im Atrium die entsprechende Urkunde.

Von Jens Müller

Blankenburg. Das Blankenburger Gymnasium "Am Thie" (GAT) ist seit gestern offiziell Mitglied des größten Schülernetzwerkes "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Sie ist nun eine von 450 Bildungseinrichtungen - 21 davon in Sachsen-Anhalt - die sich für ein weltoffenes, tolerantes Zusammenleben bekennen und durch vielfältige Projekte auch leben.

Vor dem offizielen Akt - dem Überreichen einer Urkunde durch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann - zeigten die Blankenburger im Rahmen eines Projekttages, dass sie ihr Schulethos "Menschlichkeit und Weisheit" verinnerlicht haben. Mit zahlreichen Aktionen, Vorträgen, Diskussionen und Workshops rund um die Themen Rechte Gewalt, Zivilcourage oder gewaltlose Kommunikation bis hin zu den exotischen Pausendrinks "der Sansi Bar" beeindruckten sie nich nur den Innenminister, sondern auch einen ganz besonderen Gast: den Schauspieler Jonas Rohrmann. Der 28-Jährige, der in der Serie "K11 - Kommissare im Einsatz" einmal wöchentlich über die Leinwand flimmert, hat die Schulpatenschaft übernommen. Er selbst sein in Berlin-Schöneberg aufgewachsen, wo seine Spielkameraden im Kindergarten und der Schule alle möglichen Hautfarben hatten und verschiedensten Religionen angehörten. "Und das ist völlig egal, Hauptsache ist, dass die Menschen voreinander Respekt haben", so Rohrmann. Deshalb sei es für ihn persönlich wichtig, solch eine engagierte Schule wie die in Blankenburg zu unterstützen. "In einer Zeit, wo die Länder zusammen wachsen, ist keine Zeit für Rassismus", so der Mime, der selbst jahrelang im Ausland gelebt und gearbeitet hat. "Und dort bin ich nie auf Grund meiner Herkunft schlecht behandelt worden."

(Harzer Volksstimme Regionalseite 09.09.2008)