Vorgeschichte ( Presseartikel aus Focus-Online.de vom 9.6.2007):
"Halberstadt. Neonazis überfallen Theatergruppe
Vermutlich Rechtsextreme haben in der Nacht zum Samstag in Halberstadt in Sachsen-Anhalt vier
Mitglieder eines Theaterensembles brutal zusammengeschlagen.
Acht Männer, die offenbar zur rechtsextremen Szene gehören, hätten auf die Theaterleute eingeschlagen
und eingetreten, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die Opfer wurden mit Prellungen und Schürfwunden
in ein Krankenhaus gebracht. Drei von ihnen konnten die Klinik inzwischen wieder verlassen."
Die Gerichtsverhandlung:
Die Gerichtsverhandlung, an der die Aktionsgruppe "Schule ohne Rassismus" teilnahm, war sehr
enttäuschend. Wir bekamen ein erschreckendes Bild der deutschen Justiz, bei der eine lockere und
bürokratische Stimmung herrschte, den Tätern, die vermutlich den Überfall auf die Theatergruppe
begingen, die Schuld zu beweisen. Ganz von den Fehlern der Polizei abgesehen, war die
Gerichtsverhandlung, der wir beiwohnten, ein verlorener Tag, da an diesem Tag die Zeugen, die die
Angeklagten hätten belasten können, nicht erschienen sind. Die Folge war stundenlanges warten und im
Endeffekt eine Verabredung zu einem erneuten Termin. Ein Rückschlag zur Bekämpfung der
rechtsextremistischen Gruppen und auch ein Zeichen zu setzen.